AKSB-Praxisbeispiele für Konzepte und Arbeits-ansätze im Kontext Migration und Integration: 

Institut für Migrations- und Aussiedlerfragen Heimvolkshochschule St. Hedwigshaus
Hermannstr. 86, 33813 Oerlinghausen, Tel. 05202-1092
info@st-hedwigshaus.de, www.st-hedwigshaus.de

Seit 1990 konzentriert sich das Haus auf die Bildungsarbeit mit Russlanddeutschen, einer der größten Migrantengruppe in unserem Lande. Die demographische Vitalität dieser Neubürger ist mit Gewinn für unsere Gesellschaft zu nutzen, wenn es gelingt, Brückenmenschen aus dem Kreis der Betroffenen zu gewinnen, die den Integrationsprozess an den entscheidenden Stellen (Schulen, Kirchengemeinden, Stadtteilen, Vereinen) begleiten. Kursangebote und Projekte gibt es mit folgenden Zielgruppen und Zielsetzungen:

Politische Bildung für Aussiedler/Migranten (Familien/Erwachsene allgemein)

  • Politische Bildung für jugendliche Aussiedler/Migranten
  • Bildungsangebote für Fachkräfte in der Migrationsarbeit
  • Beheimatung/Zuwanderung gestalten – Integration fördern

Das Projekt Beheimatung ist aus Sicht des St. Hedwigs-Hauses e.V. ein Weg zur kirchlichen und gesellschaftlichen Beheimatung der russlanddeutschen Spätaussiedler im Erzbistum Paderborn. Im Kreise der Russlanddeutschen sollen sogenannte „Brücken-menschen" gefunden werden.


Caritas Pirckheimer Haus gGmbH
Königstr. 64, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-23460,
info@cph-nuernberg.de, www.cph-nuernberg.de

Zusammen leben lernen:
Politische Bildung für Vielfalt und Demokratie

„Einwanderung und Integration gehören zu den umstrittensten Themen unserer Zeit - und zu den wichtigsten. Wenn wir uns für eine Kultur des Zusammenlebens einsetzen, können wir im Interesse aller eine Gesellschaft gestalten, die von Offenheit und Vielfalt geprägt ist. Durch unsere Seminare wollen wir dazu beitragen, dass Einwanderung als Fakt anerkannt und als Chance genutzt werden kann," begründet das Caritas Pirckheimer Haus seine Arbeit in diesem Themenbereich.

Angebote für Jugendliche und Schulklassen ab der 8. Jahrgangs-stufe:

  • Migration: „Lets move" bzw. „Wander-Tag",
  • Demokratie und Gerechtigkeit: „DemoCrazy"
  • Ethnische Vorurteile und Diskriminierung: „Ich sehe was, was Du nicht siehst!" bzw. „You are dismissed!"
  • Kultur: „CoolTour" und Diversity Management: „Darf´s ein bisschen anders sein?"

Angebote für Erwachsene:

  • Lernziel Integration? Fortbildung für Lehrkräfte und Multiplikatoren
  • „Morbus" Vielfalt? - ein Seminar zu kultursensibler Pflege
  • Fortbildungen, Workshops und Vorträge zu „Migration/Integration/interkulturelles Lernen"  

Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Str. 51-53, 51429 Bergisch Gladbach, Tel. 02204-408472,
akademie@tma-bensberg.de, www.tma-bensberg.de

NetWork.21 -Leben und Arbeiten in der transkulturellen Gesellschaft(http://www.projekt-network21.com)

Mit diesem Projekt berät und begleitet die Thomas-Morus-Akademie junge Frauen aus Zuwandererfamilien beim Übergang von der Schule ins Studium, in die Ausbildung oder den Beruf. „NetWork.21" ist ein bundesweit einmaliges Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium. Dabei begleiten Experten aus unterschiedlichen Berufen die Teilnehmerinnen zehn Monate lang in einer beruflichen Übergangsphase. Sie helfen zum Beispiel bei Bewerbungen, vermitteln Kontakte für Praktika, stehen ihnen bei Lern- oder Verständnisproblemen zur Seite. Ziel des Projekts ist es, ein Netzwerk engagierter und hochqualifizierter Nachwuchs-Akademiker aufzubauen, die sich dafür einsetzen, dass Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund in Deutschland gemeinsam lernen, studieren und arbeiten. Junge Frauen mit Migrationshintergrund sind die beim Berufseinstieg am stärksten benachteiligte gesellschaftliche Gruppe.

Weitere Projekte:


Akademie Klausenhof
Klausenhofstr. 100, 46499 Hamminkeln, Tel. 02852 / 89-0,
info@akademie-klausenhof.de, www.akademie-klausenhof.de

Beginnend mit Integrations- und Sprachkursen für koreanische und phi-lippinische Krankenpflegekräfte (1974) entwickelte sich in der Akademie Klausenhof ein breites Angebot von Fachtagungen zur Integration und Reintegration sowie von Sprachkursen z.B. für ausländische Studienbewerber. Seit nunmehr 20 Jahren engagiert sich die Akademie für die soziale, schulische und berufliche Integration von Migrant/-innen. 1994 wurde das Engagement des Klausenhofs für Aussiedler mit einer Goldplakette im 2. Bundeswettbewerb „Vorbildliche Integration von Aussiedlern" belohnt.

Mit ihrem Angebot „Schulabschlusskurse für junge Migrantinnen und Migranten - Mit Power zum Abschluss!" bietet die Akademie Klausenhof jugendlichen Migranten die Möglichkeit, die unbedingt notwendige Ausbildungsreife durch das Nachholen eines Schulsabschlusses zu erlangen. Gerade ausbildungswillige Schulabgänger mit Migrationshintergrund verfügen zu selten über das Mindestniveau der in Eignungstests geprüften Basiskompetenzen. Diese Kurse zur Verbesserung der Integrationschancen ausländischer Jugendlicher bestehen seit 1976. Ca. 4000 junge Migranten/-innen aus den unterschiedlichsten Ländern haben bisher dieses in Deutschland weitgehend einmalige Angebot der Klausenhof-Lehrgänge durchlaufen.

Weiterhin führt die Akademie Kurse zur interkulturellen Begegnung und zur Integrationsarbeit durch, die interkulturelle Kompetenz und interkulturelle Pädagogik vermitteln sollen. Zielgruppe sind neben den jugendlichen Migranten/-innen Erzieher/-innen.

 


kifas gGmbH – KAB Institut für Fortbildung und angewandte Sozialethik
Hofgartenstr. 2, 93449 Waldmünchen, Tel. 0911-2 34 60,
info@kifas.org, www.kifas.org          

Das Sozialinstitut der KAB und in der Nachfolge die kifas gGmbH ist seit über 20 Jahren im Bereich der Migrationsarbeit tätig und hier ein anerkannter Anbieter von Fortbildungen für ehrenamtlich Engagierte und Hauptamtliche in kirchlichen Einrichtungen und Wohlfahrtsverbänden. Die kifas gGmbh verfügt zudem über langjährige Erfahrungen in der Fortbildung von Mitarbeiter/innen in der Ausländersozialberatung im Rahmen eines langjährigen Auftrags des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Zuletzt wurden mit der „Lernwerkstatt Integrationsmanagement" didaktische Modell-konzeptionen für ein change management in der wohlfahrts-verbandlichen Migrationssozialarbeit entwickelt, um veränderten Anforderungen der Integrationsförderung zu genügen. Bildungskonzeption für interkulturelle und mono-ethnische Familienseminare, samt deren Erprobung und Evaluation waren das Produkt eines Modellprojektes zum Abbau von Vorurteilen (1991-1993), gefördert vom Bundesarbeitsministerium. Workshops zur Erprobung neuer Modelle in der politischen Bildung entstanden in einem Auftrag der Abteilung Bildungsforschung des bfz (Bildungszentrum der bayerischen Wirtschaft). Zielgruppe waren Multiplikatoren in der berufsbezogenen interkulturellen Arbeit.

Im vergangenen Jahr wurde das im Jahr 2005 begonnene Fortbildungsprojekt für die Mitarbeiter/innen in der Migrations(erst)beratung der Wohlfahrtsverbände in Bayern abgeschlossen. Kern dieses Projektes ist ein zweitägiger Kurs, in dem sie mit der Methodik des Casemanagement vertraut gemacht werden, die nach den Vorgaben des zuständigen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ein grundlegendes Arbeitsinstrumentarium der Migrationssozialarbeit darstellt. Dieses Fortbildungsprojekt wurde ebenfalls zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und der Landesarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände in Bayern entwickelt. Im Zeitraum vom 01.10.2005 bis 31.05.2006 absolvierten 199 Integrationsberater/innen der Wohlfahrtsverbände in Bayern diese Fortbildung.

 

 

 


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